December 13th, 2009 at 3:42 pm by No.11
Das muss man sich mal vorstellen. Ein russisches U-Boot schießt eine Rakete im Weissen Meer ab, das geht dann teilweise schief und bringt vermutlich aufgrund der Lichtverhältnisse dort oben eine mysteriöse Spirale in den dunklen Nachthimmel.
Hier gibts eine gute Sammlung an Bilder. Und bei der englischen Wikipedia findet sich auch schon was.

Es gibt eine ganze Reihe von Fotos und Videos, die ganze Angelegenheit scheint zwar offiziell erklärt und erledigt, aber es bleiben doch einige offene Fragen:
- Wenn es eine ICBM war, warum wurde sie nach Westen abgeschossen? Üblicherweise ist das Zielgebiet der Russen in Ostsibirien.
- Eine Rakete die außer Kontrolle gerät wird normalerweise sofort gesprengt, die lässt man nicht über einem Drittland herumeiern.
- ICBM werden relativ steil in eine ballistische Flugbahn geschossen, wenn der Fehler in der dritten Stufe auftritt, dann befindet sich die Rakete normalerweise nicht mehr in der unteren Atmosphäre
- Die Erklärung mit der Spirale bezieht sich auf austretenden Flüssigtreibstoff, die öffentlich verfügbaren Unterlagen zur angeblich verwendeten Rakete verfügt diese über drei Stufen mit Festtreibstoff.
- Die Spirale erstreckt sich über einen ziemlich großen Bereich über mehrere Luftschichten mit unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten. Selbst in den wenigen Minuten des Ereignisses sollte man deutlich sichtbare Zerfaserungen der Spirale erwarten.
Diese Ungereimtheiten widerlegen die Erklärung des Raketenfehlstarts nicht, werfen aber berechtigte Zweifel auf.
Bleibt eine Frage, die kein Foto und kein Video zeigt – was war zuerst da – das Licht der hellen Spirale oder das der blauen?
Tatsächlich hab ich keinen Hinweis drauf gefunden, das die ICBM nach Westen abgeschossen worden wäre. Geht man davon aus, dass die Russen von der Weissen See direkt nach Sibirien geschossen haben, dann liegt Norwegen ziemlich genau auf der Verlängerung Zielgebiet – Launcher.
Man kann nun davon ausgehen, das die http://en.wikipedia.org/wiki/Bulava ICBM als eine der modernsten Russischen natürlich mit Abwehrmöglichkeiten ausgestattet ist, die moderne westliche ABM-Systeme (MEADS, THAAD, BMD) umgehen. Wichtig dabei ist es eben nicht berechenbar zu sein. Dazu benötigt die Missile während der Midcoursephase oder auch im Terminalzeitfenster die Möglichkeit, den Kurs ändern zu können.
D.h. die dritte Stufe wird vermutlich weit oben und spät gezündet.
Dort ist die Atmosphäre dünne und würde den Abgasen auch keinen Widerstand entgegen setzen, was eben diese schöne Ausbreitung der Gase zur Folge haben könnte.
Natürlich muss es da auch möglichkeiten geben, den Abgasstrahl lenken zu können, um überhaupt gezielt navigieren zu können. Bei einer Fhelfunktion könnte dieser dann eben seitlich austreten.
Der Effekt ist dann eben das Feuerwerk relativ knapp über den Horizont…
No.11, schau mal auf die Karte – das Weiße Meer liegt östlich von Norwegen. Wenn der Effekt also über Norwegen aufgetreten ist und die Ursache eine von dort gestartete Rakete war, müsste sie sich über das Festland nach Westen bewegt haben.
Wenn man sich diese Karte ansieht:
http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/bilder/3342-1.jpg
Das Weisse Meer ist die Bucht bei Arkhangel’sk. Schießt man von dort Richtung (Nord-)Osten, dann blicken die Norweger ziemlich genau von Hinten auf die Rakete.
Das ganze war sicher ein Wetterballon!
aber es passiert offenbar öfter:
http://www.youtube.com/watch?v=ixLE3iuszbU
Hallo
das sieht ja toll aus. Also dafür dass es eigentlich von einem Kriegsgerät stammt.
Gefällt mir unglaublich gut.
wie gehts deinem Bein Nucelus?
Und was macht der Rest so?
Wahrscheinlich der Vorweihnachtsstress. Bei mir ist der ausgebrochen im Amt. Vor dem Urlaub schieben wir da alle immer Überstunden und man hat das Gefühl in einem Hexenkessel zu arbeiten.
Hoffentlich ist das bald vorbei!
Und vielleicht kann mir noch jemand helfen. Ich habe nämlich neulich ein Päckchen bekommen, das allerdings gar nicht an mich geht sondern an meinen Vormieter, aber der wohnt seit Januar nicht mehr hier und ist soviel ich weiß auch gar nicht mehr im Land.
Darf man sowas öffnen? Oder muss man das zur Polizei bringen?
Wenn ein Absender draufsteht, zur Post geben Adresse streichen und “unbekannt verzogen” draufschreiben.
Wenn kein Absender erkennbar ist, eigentlich auch zur Post, die dürfen die Sendung dann öffnen um den Absender zu ermitteln.
Es gibt in Deutschland das Postgeheimnis: http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__206.html nur wenn ich das als juristischer Laie richtig verstehe wird gegen das Gesetz erst verstoßen wenn du das, was du erfahren hast jemand anderem mitteilst.
Abgesehen davon – wer weiß was man deinem Vormieter geschickt hat. Die sicherste Lösung wäre: Abgeben bei der Post.
Also danke für den Tip, und ich war da auf der Post gleich heute Nachmittag, weil ein Nachbar da arbeitet.
Mein freier Nachmittag auf der Post sozusagen. Zumindest hab ich das befürchtet, aber es hat nicht lang gedauert.
Mein Nachbar meinte: ach das haben wir so oft.
er hat nachgesehen ob für meine Adresse ein Nachsendeantrag existiert.
Natürlich nicht.
Und dann machte der das Paket auch auf.
Ich weiß nicht ob der das darf, jedenfalls meinte er das Paket wäre nicht versichert gewesen oder ein Einschreiben.
Das heißt die Post haftet nicht dafür wenns verloren geht. Diese Dinger wurden früher in einem Lager aufbewahrt, falls sich wer meldet dem es gehört. Mittlerweile gibt man die aber ans Fundbüro, aber die machen sie dann auf, weil oft so absenderlose Päckchen Drogen enthalten und so typische Drogendealer oft umziehen und natürlich bei der Post keinen Nachsendeantrag haben.
Naja, wie gesagt hat ers aufgemacht mit der Begründung dass die Post nicht haftet wenn jemand so ein Päckchen ohne Absender und Versicherung versendet und was war drin:
ein alter Radio
so ein hässliches Vorkriegsmoddel
der bekommt auch nur noch KW und LW rein, der Rest ist schon kaputt.
Da hat sich wohl einer nen Scherz erlaubt. Jedenfalls ist das nichts spektakuläres oder
wertvolles.
Nachbar meinte ich soll es mitnehmen, oder aufs Fundbüro tun, was ihm lieber wäre, dann gäbe es keinesfalls Ärger.
Und doof wie ich bin, hab ich gesagt ich mach das, weil naja, is ja mein Nachbar und ich wollt höflich sein.
Ich bin also aufs Fundbüro gegangen.
erst mal musste ich noch rausfinden wo das ist, und dann hatte es nicht mal offen.
Angeblich am Montag wieder.
Ja Päckchen sind wie Briefe üblicherweise unversichert. Im Gegensatz zu früher aber mittlerweile, wie Pakete, mit Trackingnummern versehen und somit nachverfolgbar. Über die Paketmarke sollte sich also herausfinden lassen, wo das Päckchen aufgegeben wurde.
Falls du neugierig bist…
das weiß ich.
In Regensburg am Postamt Bahnhofsstraße oder so.
Ich kenne aber niemand aus Regensburg!
@Aleph, ich glaube selbst wenn du jemanden in Regensburg kennen würdest, es würde dir nicht weiterhelfen. Das ist die Regensburger Hauptpost, ich bezweifle ernsthaft dass sich da etwas herausfinden ließe …
Ich habe keine Angabe gefunden wo sich die Spirale genau gebildet hat. Weiß jemand von euch genaueres. Die Sichtungen stammen größtenteils von der Nordwestküste Norwegens. Wie schon angemerkt wurde ist aufgrund der geographischen Situation so weit im Norden durchaus möglich, dass eine Rakete auf Nordostkurs, beziehungsweise im sehr steilen Steigflug in diese Richtung befunden hat und dennoch von der Westseite der Skandinaviens sichtbar war.
http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&msa=0&msid=100442202777622806700.00047a8e81d0f26b1daf7&z=4
Eine Karte von Sichtungen